5 Dinge die du von Frugalisten lernen kannst

Frugalismus hat viele Schnittmengen mit dem Minimalismus und wird deshalb oft damit verwechselt bzw. gleichgesetzt. Beim Minimalismus geht es darum seinen Besitz zu minimieren. Die Frugalisten sprechen sich generell für ein einfacheres Leben aus, mit weniger unnötigen Ausgaben und in der Folge niedrigeren Lebenshaltungskosten. Die Möglichkeit der finanziellen Freiheit ist das Herzstück des Frugalismus. Damit ist gemeint, dass du weniger abhängig von einem Vollzeitjob bist, früher in Rente gehen könntest oder deine Leidenschaft zum Beruf machen kannst.

1. führe ein Haushaltsbuch

Ein grundsätzlicher Überblick über deine monatlichen Ausgaben ist essenziell um unnötige oder vermeidbare Ausgaben zu identifizieren. Es dauert nicht lange, du kannst es am Handy mit einer App oder am Computer mit einer Excel Tabelle führen, wie Oliver von Frugalisten.de. So findest du schnell teure Gewohnheiten heraus, wie z.B. den Coffee to go auf dem Weg zur Arbeit. Der Kaffee zu mitnehmen kostet dich ca. 2,50€ und der selbstgebrühte Kaffee von Zuhause im Thermobecher nur etwa 0,25€. Bei 20 Bechern Kaffee im Monat macht das schnell eine Ersparnis von 540€ im Jahr und 240 gesparte Einwegbecher als Bonus. Noch mehr kannst du sogar zum Beispiel beim Wasser sparen.

Frugalisten sparen ohne Luxusausgaben

2. reduziere deinen Besitz

Alles was man besitzt benötigt ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Es muss sauber, organisiert und instand gehalten werden. Das kostet dich neben mentaler Kapazität auch Zeit und Geld. Deshalb solltest du wie Minimalisten auch regelmäßig schauen was du nicht mehr brauchst und aussortieren kannst. Ideen dazu findest du auch hier auf dem Blog z.B 7 Dinge die du in der Küche sofort aussortieren kannst oder der Minimalismus Challenge. Verkaufen kannst du deine nicht mehr genutzten Gegenstände beispielsweise auf Vinted, Kleinanzeigen oder Ebay. So sparst du in Zukunft Geld und Zeit, die du investieren müsstest, um dich um deinen Besitz zu kümmern und verdienst dabei noch etwas Geld.

3. kaufe gebraucht statt neu

Wann immer möglichst gebraucht statt neu zu kaufen, spart dir sehr viel Geld und ist obendrein noch nachhaltiger. Der Frugalist Olivier von Frugalisten.de beschreibt dies sehr gut mit der Stuff-Cloud. Alle Gebrauchsgegenstände, die du bereits gebraucht kaufst haben den größten Teil ihres Wertverlustes schon hinter sich. So kannst du auch neue Hobbys wie Gitarre spielen etc. relativ günstig ausprobieren, indem du dir die Gegenstände gebraucht kaufst. Wenn du sie nicht mehr benötigst oder dir das Hobby doch nicht so gut gefällt, kannst du sie weiterverkaufen. Da du sie dabei meist nicht komplett abnutzt, bekommst du auch einen relativ großen Teil des Kaufpreises beim Verkauf zurück. Eine Liste mit Secondhand Onlineshops findest du hier.

Natürlich macht es dennoch vor jedem Kauf Sinn sich zu überlegen, ob man den Gegenstand wirklich benötigt. Vor einem Kauf sollte man sich zudem immer etwas Bedenkzeit lassen, so vermeidet man teure Impulskäufe.

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4. unnötige Abos vermeiden

Monatliche Abos summieren sich schnell und sind deswegen auch einen Blick beim Aussortieren unnötiger Kosten wert. Warst du das letzte mal im Januar, nach der Anmeldung, im Fitnessstudio? Dann lohnt sich die Mitgliedschaft wahrscheinlich nicht. Wie viele Video-, Audio- oder Hörbuch Streaming-Dienste hast du abonniert und brauchst du wirklich jeden davon? Hier lohnt sich ein durchschauen besonders, da die meisten sich automatisch verlängern und du so leicht das Kündigen vergisst.

5. mehr Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen

Zugegeben, der Tipp ist sicher nicht für jeden und jede Region etwas, aber mehr Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu überbrücken, spart dir Geld und hält dich fit. Der Umwelt kannst du damit auch noch etwas Gutes tun. Neben den Spritkosten hast du bei einem Auto zusätzlich noch Kosten für Versicherung, Steuern und Wartung. Häufig bedenkt man diese fälschlicherweise nicht bei seinen monatlichen Kosten, da sie meist nur einmalig im Jahr anfallen.

Neben den gesundheitlichen Vorteilen von Laufen und Rad fahren, kannst du so auch ganz andere Orte in deiner Umgebung entdecken, die dir sonst kaum aufgefallen wären.

Frugalisten fahren Fahrrad

Fazit

Auch wenn du mit der Rente mit 40 oder finanzieller Freiheit nichts anfangen kannst, kann sich ein kritischer Blick auf unnötige Gegenstände und Ausgaben lohnen. An dem Ansatz eines einfacheren Lebens mit weniger Gegenständen, mehr Erlebnissen und guten Beziehungen kann ich für mich einige Vorteile sehen. Vielleicht findest du ja auch den ein oder anderen Punkt den du ausprobieren kannst oder willst.

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